Häufige Fragen Einrichtungen

1. Wer kann an dem Projekt GAP teilnehmen?

Eine Projektteilnahme ist für stationäre und ambulante Langzeitpflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege sowie der Kurzzeitpflege möglich, welche einen Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI haben. Wichtig ist, dass alle interessierten Einrichtungen auch die Möglichkeit haben, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf umzusetzen. Wenn erforderlich, sind rechtzeitig Mitarbeitervertretungen oder Betriebsräte einzubeziehen.

2. Wie erfolgt die Einteilung eines Coaches zur Einrichtung?

Ausschlaggebend ist die regionale Nähe von Coach und Einrichtung, um die Fahrzeiten für den Coach zu minimieren. Eine regionale Zuordnung können wir aber leider nicht in jedem Fall gewährleisten. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt eine zufällige Zuteilung eines Coaches zur Einrichtung. Es ist nicht vorgesehen, dass ein Coach seine eigene Einrichtung berät („Blinde Flecken“). Eine Beratung bei einer Einrichtung vom gleichen Träger ist möglich. Ein erstes Kennenlernen (z.B. Telefonat) vor dem Start der Einrichtungsberatung ist vorgesehen.

3. Gibt es eine finanzielle Unterstützung für die Einrichtungen, um die Beratungsleistung zu bezahlen?

Die Teilnahme Ihrer Einrichtung am Projekt GAP wird mit 50% aus dem Ausgleichfonds der Pflegeversicherung (§8 Abs. 7 SGBXI) gefördert. Es entstehen Eigenkosten von ca. 3.000€ bis zu 7.500€. Die Höhe der Gesamt- und damit Eigenkosten hängen von der Anzahl der Beratungstage der Coaches ab, die im Rahmen des Projektes eingesetzt werden.

Nimmt Ihre Einrichtung als Praxiseinrichtung für Coaches teil, erhält sie eine kostenlose Bedarfsanalyse, sowie die kostenlose Implementierung eines Leitfadens. 

Des Weiteren wird von der Geschäftsstelle GAP eine Fördermitteldatenbank erstellt, um es Einrichtungen zu ermöglichen im Verlauf des Projektes ggf. weitere Fördermittel zu beantragen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle GAP.

4. Wie hoch ist der finanzielle Maximalaufwand für die Einrichtungen und welche Leistungen sind dafür inbegriffen?

Die voraussichtlichen Eigenkosten zur Umsetzung der Maßnahmen liegen bei max. 7.500€ pro Kalenderjahr. Die Kosten hängen von dem Umfang der Beratungstätigkeit durch die Coaches ab. Wenn Sie sich für eine Teilnahme an dem Projekt GAP entscheiden, erhalten Sie eine Bedarfsanalyse, welche Handlungsfelder für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen identifiziert, zwei Mitarbeiterbefragungen, eine einrichtungsindividuelle Auswahl von passenden Leitfäden sowie eine Beratung durch einen geschulten Coach. Inbegriffen sind auch Schulungen für Führungskräfte, damit diese nachhaltig Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf umsetzen können.

5. Wie hoch ist der Zeitaufwand für die interne Projektleitung?

Die interne Projektleitung betreut die Beratung des Coaches in Ihrer Einrichtung. Zu den Aufgaben zählen Vor- und Nachbereitung von Treffen mit dem Coach sowie die Begleitung der umzusetzenden Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Einrichtung. Der Zeitaufwand hängt dabei von der Anzahl sowie der Art an umzusetzenden Leitfäden ab. Ein grober Richtwert ist ein Aufwand pro Beratungstag eines Coaches zu interner Projektleitung von eins zu drei Tagen.

6. Wie viele Leitfäden werden ungefähr umgesetzt?

Im Rahmen der Beratung werden ungefähr 2 bis 6 Leitfäden umgesetzt. Die Anzahl an umzusetzenden Leitfäden hängt dabei von der Bedarfsanalyse und dem dort festgestellten Bedarf sowie von dem Umfang der Beratungstätigkeit der Coaches ab. Sie als Einrichtung können nach der Bedarfsanalyse entscheiden, ob Sie eine umfangreiche oder reduzierte Beratungstätigkeit in Anspruch nehmen möchten.

7. Wie erfolgt die Evaluation des Beratungsprojektes, um zu erfahren, ob sich die Arbeitsbedingungen in unserer Einrichtung verbessert haben?

Vor der Auswahl und Umsetzung der Leitfäden, welche konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen umfassen, findet eine erste Mitarbeiterbefragung statt. Eine zweite Mitarbeiterbefragung erfolgt kurz vor dem Abschluss des Beratungsprojektes in Ihrer Einrichtung. Somit können Sie basierend auf den Angaben Ihrer Mitarbeitenden nachvollziehen, ob diese zufriedener sind und die Maßnahmen effektiv sind.

8. Wann können / müssen wir uns spätestens anmelden?

Das Projekt GAP endet im Dezember 2023. Basierend auf einer Projektlaufzeit je Einrichtung von 8 bis 16 Monaten ist eine spätmöglichste Anmeldung theoretisch bis zum ersten Quartal 2023 möglich. Wir empfehlen Ihnen jedoch eine frühestmögliche Anmeldung, damit Ihre Einrichtung für die Beratung durch einen passenden Coach berücksichtigt werden kann. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die gesetzlichen Fördermittel nach § 8 Abs. 7 SGB XI begrenzt sind.

9. Ab wann kann es frühestens losgehen?

Die erste Schulung der Coaches startet im Juni 2021 und endet im August 2021. Somit können die frühesten Einrichtungsberatungen Ende August bzw. Anfang September 2021 starten.

10. Wir haben uns bereits angemeldet. Was sind die nächsten Schritte?

Das freut uns! Als nächstes werden wir Sie von der Geschäftsstelle GAP kontaktieren. Basierend auf Ihrem angegeben Startdatum melden wir uns rechtzeitig bei Ihnen, um die Einrichtungsberatung (Einreichung Fördermittelantrag, Organisation der Mitarbeiterbefragung) vorzubereiten.

Über einen regelmäßigen Newsletter halten wir Sie über das Projekt GAP auf dem Laufenden.

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